ANLIEFERBEDINGUNGEN

Die nachstehenden Versandvorschriften sind Basis für die Zusammenarbeit mit der KLOTZ GRASSINGER GRUPPE (nachfolgend KLG Group genannt).

Eine Änderung der
Versandvorschriften ist ausschließlich der KLG Group vorbehalten.
Generell erfolgen alle Anlieferungen des Kunden frei Haus, es sei denn die Abholung der
Ware erfolgt im Rahmen der KLG Beschaffungstransporte durch den von KLG beauftragten
Transportdienstleister.
Die KLG Group wickelt alle Schäden an Sendungen, die frei Haus geliefert werden, direkt
mit dem Kunden ab.
Im Falle der Nichtbeachtung dieser Versandvorschriften behält sich die KLG Group vor, den
Kunden mit allen entstandenen Mehrkosten und Bearbeitungsgebühren zu belasten.
Der Kunde verpflichtet sich alle von ihm beauftragten Dienstleister beispielsweise für
Logistikleistungen und IT, über den Inhalt der Versandvorschriften in Kenntnis zu setzen.
Die gefahrgutrechtlichen Vorschriften sind einzuhalten.
2. Lieferanschriften
Allgemeine Informationen für die Anlieferung wie Anschriften sowie Öffnungszeiten der
Wareneingänge befinden sich im Web unter https://klg-group.com/pages/unser-kontakt.

Die Versandvorschriften gelten für alle Anlieferungen.
3. Anliefertermine
3.1 Anliefertag
Der im Auftrag genannte Liefertermin ist der Tag des Wareneingangs in dem von der KLG-
Group angegebenen Standort.
Terminverschiebungen können nur vom Kunden, nicht durch Dritte (z.B. Transport- oder
Logistikdienstleister der zuständigen Person gemeldet werden und sind nur nach
Rücksprache mit ihm zulässig)
3.2. Terminavisierung/ Anlieferuhrzeiten
Eine Anlieferung der Ware ohne ein vereinbartes Zeitfenster ist innerhalb der Öffnungszeiten
möglich, sollte es sich um 1 - 3 Europaletten handeln.
Andernfalls ist eine Avisierung durchzuführen, welche ausschließlich per Email an die
jeweilige Kontaktperson zu richten ist.
Funktionsweise:
Für das Durchführen einer Terminavisierung werden folgende Information benötigt:

  • KLG-Auftragsnummer
  • Datum der Anlieferung
  • Anzahl der Versandeinheiten
  • Positionen der Wareneingänge

Diese Terminabsprache soll soätestens zwei Werktage vor dem Wareneingang erfolgen

4. Anlieferungen
4.1. Nicht- oder Teillieferfähigkeit
Im Falle einer Nicht- oder Teillieferfähigkeit muss die zuständige Kontaktperson
unverzüglich, spätestens jedoch zwei Tage vor Anlieferung, über die Nicht- oder eventuelle
Teillieferfähigkeit von Artikeln informiert werden.
4.2 Art der Anlieferfahrzeuge
Die Anlieferung muss mit Transportfahrzeugen erfolgen, welche eine Rampenhöhe von
mindestens 1,20 m haben. Die Rampe muss auf der Ladefläche des LKW aufgelegt werden
können. Die Entladung erfolgt ausschließlich von der Rückseite der LKW. Bei nicht
rampenfähigen Fahrzeugen wird keine Entladung durchgeführt.
Abweichende Versandarten (z.B. Expressgut und Kurierdienst) sind nicht gestattet.

4.3 Fremdware vor der Ware für dm
Bei der Anlieferung ist es nicht gestattet, Fremdware vor der Ware für dm im LKW zu
positionieren, welche zunächst entladen werden muss, bevor die für dm bestimmte Ware
entladen werden kann. In diesem Fall wird keine Entladung durchgeführt.

4.4 Entladung der LKW
Die Entladung der LKW erfolgt ausschließlich durch den Fahrer. Hubwagen können von
Seiten der KLG-Group zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Grund ist der LKW-
Fahrer zum Tragen von geschlossenen Sicherheitsschuhen und einer Warnweste
verpflichtet. Das Fahrzeug ist vor dem Entladen mit Unterlegkeilen gegen Wegrollen zu
sichern. Der LKW-Fahrer ist verpflichtet, die Paletten eigenständig und einzeln in der
Werkshalle der Warenannahme abzustellen und zur Erfassung seiner Anlieferung den
Lagermitarbeiter zu informieren.
4.5 Palettentauschverfahren
Beim Ladungsträger Euro-Paletten, auf welchen die Ware angeliefert wird, praktiziert dm
ausschließlich das Palettentauschverfahren. Der Transportdienstleister erhält nach der
Vereinnahmung der Ware Paletten aus dem Pool der KLG-Group zurück. Der Tausch erfolgt
dabei ausschließlich in der Qualität B (gemäß Qualitäts-Klassifizierung der
Gütegemeinschaft Paletten e. V.und der GS1). Bei Anlieferung nicht gebrauchsfähiger
Paletten erhält der Transportdienstleister dieselbe Palette oder eine gleichwertige zurück.
5. Annahmeverweigerung
5.1 Mangelhafte Anlieferung
In folgenden Fällen findet keine Annahme der Ware der KLG-Group statt:

  • Mischpaletten (nicht artikelreine Paletten) → müssen ausdrücklich gekennzeichnet sein
  • Fremdware vor Ware für dm
  • Anlieferung von unpalettierter Ware
  • Zu stark verschmutzte Ware (z.B. durch Staub)
  • Paletten über 1,95 m (inkl. Holz) Gesamthöhe
  • Paletten über 1.000 kg (inkl. Holz) Gesamtgewicht
  • Einwegpaletten → keine Europaletten-Normgröße
  • Paletten mit Warenüberstand
  • Zu stark gewickelte Ware auf der Palette (beschädigte Verpackungseinheiten)
  • Mangelhafte Ladungsträger (siehe Kapitel 8.2 Mangelhafte Ladungsträger)
  • Verpackungseinheiten über 15 kg Gesamtgewicht
  • Anlieferung von beschädigter Ware
  • Anlieferung von nasser Ware
  • Anlieferung von Ware mit Schimmel- und/ oder Schädlingsbefall
  • Anlieferung von Ware mit MHD-Unterschreitungen
  • Anlieferung mit nicht rampenfähigen Fahrzeugen (z.B. Sprinter)
  • Fehlende Lieferpapiere
  • Kein einheitliches Packschema (z.B. unterschiedliche Lagenbestückung)

Folgende Aspekte sollten grundsätzlich bei der Anlieferung vermieden werden:
  • Instabile, nicht mit Folie gestretchte Paletten
  • Fehlende Folienabdeckung der Paletten
  • Herabhängende Folienreste (Folienfahnen)
  • Lose und zerrissene Folie
  • Zwei durch Folie verbundene Paletten
  • Wicklung der Paletten mit Netz- oder Wollbändern
  • Anbruchpaletten

Die KLG-Group ist berechtigt, auch in diesen Fällen die Annahme nach eigenem Ermessen zu verweigern.


5.2. Mängelrüge
Die KLG-Group ist verpflichtet die Ware und deren ordnungsgemäße Verpackung
einschließlich des Transportträgers (Palette) nach der Anlieferung durch den Kunden
innerhalb einer angemessenen Frist auf Qualitäts- und Mengenabweichungen zu
untersuchen und festgestellte Mängel zu rügen.
Die Rüge von offensichtlichen Mängeln erfolgt rechtzeitig, wenn sie innerhalb von drei
Arbeitstagen nach der Anlieferung der Ware von der KLG-Group an den Kunden
abgesendet wird.
Die Rüge verdeckter Mängel erfolgt rechtzeitig, wenn die KLG-Group sie innerhalb von drei
Arbeitstagen nach der Entdeckung an den Industriepartner absendet.
6. Retourenabwicklung
Anfallende Retouren sind mit einer Frist von 7-10 Tagen abzuholen. Diese Frist beginnt mit
der ersten Kontaktaufnahme zwischen der KLG-Kontaktperson und dem Kunden.
Für die Retourenabwicklung ist es zwingend erforderlich, die Abholung mit einem Vorlauf
von mindestens einem Arbeitstag schriftlich per Fax oder E-Mail beim jeweiligen
Ansprechpartner anzumelden.
Bei der Abholung der Retoure ist der Abholauftrag vorzulegen. Der Abholauftrag des

Transportdienstleisters ist zwingend mit der KLG-internen Retourenauftragsnummer und mit
dem Empfänger der Retoure zu versehen.
Die Retourenware wird grundsätzlich auf Paletten bereitgestellt (dies betrifft auch
Kleinstmengen).
Daher sind entsprechend der abzuholenden Palettenmenge tauschfähige Leergutpaletten
mitzubringen (Palettentauschverfahren). Sollte dies nicht der Fall sein, stellt die KLG-Group
dem Kunden 25,00 € je Ladehilfsmittel in Rechnung.
7. Ladungsträger
Die Anlieferung erfolgt auf den nachfolgend definierten Palettenarten und
Palettengrundmaßen:
Palettengrundmaß in mm: 1200 x 800mm
Höhe: max. 1600 mm inkl. Holz
Gewicht: max. 1000 kg inkl. Holz
Palettenqualität: B (gemäß Qualitäts-Klassifizierung der Gütegemeinschaft Paletten e.V. und
der GS1). Schlechtere Paletten, werden von uns als nicht gebrauchsfähig klassifiziert.
Einwegpaletten sind nicht gestattet.
Die Ware ist im Hinblick der Ladungsträger so anzuliefern, dass bei üblicher Beanspruchung
der Verpackung und der Ladungsträger die angelieferte Ware auch unter Einsatz von
Fördertechnik und eines automatischen Hochregallagers ohne Beeinträchtigung der Ware
und des Förderprozesses eingelagert werden kann. Es dürfen nur einlagerungsfähige Euro-
Paletten im Sinne der EPAL-Regelung und immer ohne Palettenüberstand angeliefert
werden.
7.1. Mangelhafte Ladungsträger
Mangelhaft sind Transportträger dann, wenn sie nicht der Klasse B in der anerkannten
Klassifizierung und Anwenderempfehlung zu Gebrauch in technisierten Anlagen genügen
(Version D-09.2011Gütegemeinschaft Paletten e. V., Düsseldorf).
Ist eine Palette in diesem Sinne mangelhaft, so beauftragt der Kunde bereits jetzt die KLG-
Group mit der Nachbesserung der mangelhaften Palette durch Austausch, soweit dadurch
keine höheren vom Kunden zu tragenden Kosten als 100,00 € pro Palette entstehen. Die
Kosten für eine Nachbesserung werden im Falle einer Überschreitung der in der Tabelle
aufgeführten Toleranzgrenzen an den Verkäufer weiterbrechnet:
Monatssumme angelieferter Wareneingangspaletten
pro dm-Verteilzentrumsstandort:
Rechnungsstellung an Verkäufer:
< 200 Wareneingangspaletten ab der 4. beschädigten Palette
> 200 Wareneingangspaletten ab 2,5% beschädigter Paletten
Im Falle einer Toleranzüberschreitung werden alle angelieferten beschädigten Paletten in
Rechnung gestellt.

Die Kostentragungspflicht tritt nur ein, wenn die KLG-Group den Mangel rechtzeitig (Ziff. 5.2
Mängelrügen) gegenüber dem Kunden gerügt hat. Der Kunde kann der Nachbesserung
durch die KLG-Group nur unverzüglich nach Eingang der Rüge widersprechen. Er ist dann
verpflichtet, die Ware sofort auf seine Kosten abzuholen und dieselbe unverzüglich auf einer
mangelfreien Palette wieder anzuliefern. Der Widerspruch ist von der KLG-Group dann
beachtlich, wenn damit gleichzeitig der Tag der Abholung der Ware und die
Wiederanlieferung einer (Ersatz-)Ware mitgeteilt wird.
8. Packschema
8.1.Verpackungseinheiten
Jede Verpackungseinheit, die keine Unterverpackungseinheit ist, muss mit folgenden
Angaben versehen sein:
● Artikelbezeichnung
● Inhalt in Stück
● MHD (falls der Artikel ein Mindesthaltbarkeitsdatum benötigt)
Wenn möglich sollte die Beschriftung auf einer Front- und Längsseite der
Verpackungseinheit vollzogen werden.
Das maximale Gewicht von 15 kg je Verpackungseinheit darf (nach einer Empfehlung des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales) nicht überschritten werden.
Weitere Anforderungen entnehmen Sie bitte dem Dokument „Anforderungen an die
Transportverpackungen“, welches Ihnen bei Bedarf von den Ansprechpartnern gerne zur
Verfügung gestellt wird (E-Mail:weinzierl@klg-group.com).
8.2. Palettenausnutzung
Ware, die in artikelreinen Lagen bestellt wurde, ist entsprechend zu packen und zu verladen.
Die Lagen zwischen den verschiedenen Artikeln müssen durch je eine EURO-Palette
getrennt werden.
Die Anordnung der Grundfläche der Verpackungseinheiten soll eine höchstmögliche
Palettenausnutzung garantieren. Das Grundmaß von 80x120 cm einer Palette darf nicht
überschritten werden.
Paletten mit Warenüberstand werden nicht akzeptiert, da diese zu erheblichen Störungen
der Transport- und Lagerabläufe und zu Warenbeschädigungen führen können.
Eine Verbindung des Palettenholzes mit der Folie muss vorhanden sein, jedoch ist darauf zu
achten, dass die Flurförderfahrzeuge problemlos die Palette aufnehmen und befördern
können.
Um einen unnötigen Handlingsaufwand von Anbruchpaletten zu vermeiden, können Paletten
im Chargenmix angeliefert werden. Ein Chargenmix bedeutet, dass unterschiedliche
Chargen auf eine Palette gepackt werden können.
8.2. Transportetikett

Die KLG-Group nutzt das je Ladungsträger (Palette) angebrachte Etikett zur Identifikation
und Vereinnahmung der Ware am Wareneingang des Lagers.
Aufbau:

  • Absender
  • Empfänger

KLOTZ GRASSINGER GRUPPE
Warenannahme
Dieselstraße 21
85757 Karlsfeld

  • Anzahl an Verpackungseinheiten/ Menge der enthaltenen Einheit
  • Mindesthaltbarkeitsdatum, wenn gesetzlich vorgeschrieben
  • Chargennummer, wenn möglich

Befinden sich Artikel aus unterschiedlichen Chargen auf einer Transporteinheit, ist keine
Chargennummer anzugeben.
Der klarschriftliche Abdruck der Absender- und Empfängeradresse im Kopfteil des Etiketts
ist für alle Palettenkonfigurationen, die aneliefert werden, gewünscht. Diese Angaben
vereinfachen den Warenvereinnahmungsprozess und stellen ein zusätzliches
Kontrollinstrument dar.
Die aufgeführten Angaben werden von der KLG-Group auf den Etiketten benötigt. Die
Anforderungen anderer Handelsunternehmen können ggf. davon abweichen.
9. Begleitenden Lieferdokumente
9.1. Lieferscheine und Frachtpapiere
Für den Versand der Ware sind pro Sendung grundsätzlich ein Lieferschein und ein
Frachtbrief sowie die gesetzlich erforderlichen Begleitpapiere auszustellen. Diese
Unterlagen müssen vor der Entladung der Ware im Wareneingangsbüro abgegeben werden.
Die Befestigung dieser Unterlagen an Paletten ist nicht erlaubt. Sollten die benötigten
Papiere bei der Anmeldung fehlen, kann die Ware nicht angenommen werden.
Die Angaben auf dem Lieferschein müssen wie folgt lauten:

  • Absender
  • Empfänger mit vollständiger Empfangsanschrift
  • Auftragsnummer mit Auftragsdatum
  • Anliefertermin
  • genaue Artikelbezeichnung
  • Liefermenge in Stück und Anzahl der Verpackungseinheiten Lieferscheinnummer
  • Die Angaben auf dem Frachtdokument müssen wie folgt lauten:
    Absender
    Anzahl der Ladehilfsmittel/ Packstücke
    Art der Ladehilfsmittel (Euro-Paletten, CHEP-Paletten, LPR-Paletten)
    Auftragsnummer


Bei einer nachträglichen Mengenänderung auf den Lieferscheinen des Industriepartners
muss ersichtlich sein, dass die Änderung durch den Industriepartner erfolgt ist. Die alte
Menge sollte sauber durchgestrichen werden und mit einem Datum und Unterschrift
versehen sein, um eine Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Grundsätzlich gilt:
Für jede Auftragsnummer ist ein eigener Lieferschein beizufügen.
Besteht eine Lieferung aus mehr als einem LKW, so sind pro LKW Teillieferscheine
auszustellen.
9.2. Lieferavis
Das Lieferavis enthält die genauen Lieferinformationen der anstehenden Lieferung und wird
im Voraus übermittelt, um den Wareneingang anzukündigen.
Grundsätzlich gilt:
Das Lieferavis ersetzt nicht den Papierlieferschein.