ALLGEMEINE FRAGEN

Was bieten wir an?

Wir entwickeln, produzieren, füllen und regulieren (zulassen) kosmetische Flüssigkeiten.

Hierbei unterscheiden wir zwischen speziell auf Ihre Wünsche hin zu entwickelnder Ware und bereits entwickelter Fertigware.

Wir stellen selbst zwar keine Primärpackmittel wie z.B. Tiegel und auch keine Sekundärpackmittel wie Faltschachteln her, können Ihnen aber bei dieser Frage zusammen mit unseren Partnern intensiv zur Seite stehen.

Wie wähle ich das richtige Packmittel (Tiegel, Dispenser etc.) aus?

Für die Wahl des Packmittels ist die Auflage ein entscheidender Faktor. Generell gilt, je höher der Grad der Individualisierung und Veredelung, desto höher auch die Mindestabnahmen. Aber auch Standard-Packmittel mit geringen Mindestbestellmengen lassen sich über hochwertige Etikettierungen individualisieren. Gerne stehen wir Ihnen bei der richtigen Wahl des Packmittels mit Rat und Tat zur Seite.

Wie wird das Produkt abgefüllt?

Als Full Service-Anbieter füllen wir die meisten Produkttypen selbst (außer Tuben und Sachets) in unserem Werk II bei München ab. Auflagen bis 5.000 Stk. werden halbautomatisch abgefüllt, Auflagen ab 5.000 Stk. werden vollautomatisch abgefüllt. Generell können wir alle Primärpackmittelgrößen befüllen.

Was kostet die Abfüllung?

Die Kosten der Abfüllung richten sich nach der Auflage und der Füllmenge. Durchschnittlich kostet eine Abfüllung ca. 20 Cent pro Einheit.

Welche weiteren Kosten werden erhoben?

Auch hier richten sich die Kosten immer nach der Auflagengröße. Die Chargen-Codierung kostet ca. 6 Cent pro Einheit. Eine Etikettierung kostet ca. 20 Cent je Produkt. Die Konfektionierung in eine Faltschachtel verhält sich ähnlich. Die Frachtkosten gehen normalerweise zu Ihren Lasten. 

Können Fertigware und Packmittel eingelagert werden?

Generell ist das möglich. Hier werden monatliche Kosten pro Palettenstellplatz erhoben.

Kann Ware auch an Endkunden versendet werden?

Der Versand an den Endkunden erfolgt in der Regel nicht über uns.

INDIVIDUELLE ENTWICKLUNGEN

Der Prozess der Entwicklung eines kosmetischen Mittels teilt sich in der in der Regel auf mehrere Schritte auf: Im ersten Schritt definieren wir gemeinsam mit Ihnen die anzustrebenden Kernaspekte und möglichen Alleinstellungsmerkmale der kommenden Produktserie. Folgende Details werden hierbei abgeklärt (typenabhängig): 

Definition der produktseitig anzustrebenden Killer-Claims (zu bewerbende Hauptmerkmale) und Inhaltsstoffe. Plausibilitätskontrolle der definierten Inhaltsstoffe. Produktion einer variablen Anzahl an Mustern auf teilautomatisierten Laborprozessreaktoren bis hin zum Final-Release-Kandidaten und kundenseitiger Freigabe (variabler Versand von Mustern an den Kunden, Mitversand der INCI-Listen und weiteren Reports nach Wunsch). Abgefragte Parameter (nicht-repräsentativ): Hitze-Stresstests (40 °C, 50 °C), KälteStresstests (6 °C, -16 °C, Schaukel-Stresstests (Zyklentests zur Wahrung der Langzeitstabilität und zur Vermeidung von Entmischungserscheinungen wie Aggregation / Flockung, Koaleszenz und Sedimentation / Aufrahmung bei -5 °C bis 50 °C in 24 h-Intervallen zur Ermittlung der voraussichtlichen Mindesthaltbarkeit), Zentrifugalkraftfeld-Stresstests [1/min], Mikrobiologie [kbE], Mikroskopie, Tropfengrößenverteilung, Viskosität [mPas], pH-Wert, Dichte [g/ccm].

Daraufhin erfolgt die Produktion eines bzw. mehrerer Validierungsbatches zur Festlegung der Prozessparameter für eine allgemeine Serienproduktion:

Übertragung von Laborprozessreaktorformulierungen und -daten auf Skalierungsmaschinen für die Serienproduktion und Adaption bis hin zum Erreichen definierter Stabilitätsparameter. Nominale Standardisierung und Übergabe in der Herstellungsanweisung zur Umrechnung der Prozessparameter auf Großserienproduktionsmaschinen (Eigen- sowie Fremdmaschinen).

Auf Basis der in beiden Schritten gewonnenen Daten werden die regulatorischen Pflichten abgegolten. Die daraus entstehende Produktinformationsdatei (PID) beinhaltet alle produktrelevanten Daten und geht an Sie über:

PID/PIF-Produktinformationsdaten gemäß EG/1223/2009 und DIN EN ISO 22716 (Kosmetikverordnung).

Die Entwicklung eines Produktes bis hin zur Marktreife und die damit einhergehende Erstellung aller verordnungsrechtlichen Unterlagen kostet je nach Komplexität des Produktes ab ca. 2.500 €. Die Dauer einer Entwicklung beträgt in der Regel 10-12 Wochen.

Unserer Unternehmensgruppe und unseren Partnern ist es möglich, jedes erdenkliche Packmittel (Tiegel, Tube, Dispenser, Sachet, Vial, Ampulle) zu befüllen. Gerne unterstützen wir Sie, gemeinsam mit uns eng verbundenen Packmittelherstellern, bei der Auswahl. Nach erfolgreicher Wahl der Primärpackmittel sollte eine Inertheitprüfung (Produkt-Packmittel-Verträglichkeitsprüfung) dieser Packmittel mit den entwickelten Flüssigkeiten durchgeführt werden. Dies gilt sowohl für klassische Packmittel als auch für Sachets.

Sollte eine papierbasierende Sekundärverpackung (Faltschachtel, Beipackzettel etc.) gewünscht sein, unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl des dafür geeigneten Druckereipartners. 

Produktion des Serienbulks (Massengut): Die Mindestabnahmemenge an Flüssigkeit pro Sorte (bei individuell entwickelten Produkten) beginnt bei 2 kg.

Abfüllung und Konfektionierung bis zum Endprodukt: Die Flüssigket wird von uns in das von Ihnen ausgesuchte Primärpackmittel gefüllt und optional in ein Sekundärpackmittel konfektioniert und für den Versand vorbereitet.

WHITE-LABEL-PRODUKTE / FERTIGWARE

Sie möchten eine Kosmetiklinie auf den Mark bringen oder Ihre bereits bestehende Linie erweitern, ohne dabei die Kosten und die Dauer für die Produktentwicklung in Kauf nehmen zu müssen? Dann sind White Label-Produkte die richtige Wahl. Wir bieten eine große Auswahl an bereits entwickelten und validierten kosmetischen Produkten an, die Sie über Add-ons an die Bedürfnisse Ihrer Marke anpassen können.

Bei Cremes, Lotionen, Gelen und Seren liegt die Mindestabnahme generell bei 50 kg.

Nutzen Sie bestenfalls unsere Fertigware, unseren Projektfragebogen oder kontaktieren Sie uns direkt.